Sammlung

 
Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt!

Wenn in Afrika aidskranke Eltern, besonders die Mütter, sterben müssen und ihnen Unterstützung zuteil wird, schreiben sie sogenannte Memory Books, ihr einziges Erbe für ihre Kinder. Henning Mankell hat einige von ihnen in Uganda besucht und von ihnen berichtet.

Hier möchte ich ihnen ein paar seiner Beschreibungen sowie Auszüge aus Gesprächen wiedergeben:   „Diese Erinnerungsbücher, diese kleinen Hefte mit …mehr

 

Erzählungen sind Brücken

Weiteres zu den Memory Books: Erinnerungen sind nicht nur an geschriebene Worte geknüpft. Wie und womit erinnere ich den Menschen, der vor mir gehen musste? Henning Mankell beschreibt, wie Afrikaner ihr Leben reflektieren.

„Menschen wählen ihre eigenen Fahrwasser, wenn sie reisen wollen. Das Wichtigste ist, sich nicht an die Anleitung zu halten, sondern jenes Besondere zu …mehr

 

Gedichte sind wie ein Teller Grießbrei

Die Schauspielerin Emily Watson in einem Interview in der "Süddeutschen" über die heilsame Wirkung von Gedichten:

Die Journalistin Kristin Rübesamen unterhält sich mit der 44-jährigen und vielfach mit Preisen ausgezeichneten Schauspielerin über den Hunger nach Anerkennung, …mehr

 

Das Wesen, das wir aus Bequemlichkeit Gott nennen

Georg Kreisler über Lebenssinn und -träume

Im Kurzinterview in der Zeitschrift "Chrismon" gibt  der Musiker, Kabarettist, Komponist, Satiriker und Schriftsteller Georg Kreisler, 89, lange Antworten auf …mehr

 

Frage zum Wochenanfang: Warum "in aller Stille" bestatten?

Was meinen Sie? In der "Chrismon" von Juli 2011 wurden Bestatter Fritz Roth und Bischöfin Dorothee Greiner nach Traditionen bei Hochzeitsfeiern und Beerdigungen befragt. Ich möchte nur ein paar Antworten zum Thema Beerdigungen wiedergeben.

Fragen von Mareike Fallat und Christine Holch:   Angenommen, ein Todkranker verfügt: keine Feier, keine Blumen, keine Musik, alles anonym. Muss man sich daran …mehr

 

Aus einer heimatlosen Zeit

Liebe Steffi N., habe wieder in Ihrem Leben lesen dürfen und möchte Sie grüßen - mit Ihrem Gedicht:

Aus einer heimatlosen Zeit   Der Baum, den ich immer umarmte, ist tot, meine Katze auch. Sie wärmte meinen Bauch. Ich habe dem Baum erzählt, was mich …mehr

 

Tod und Trauer - Der Verlust eines Menschen kann krank machen und sogar tödlich sein

Wir wissen es - und können nur wenig dagegen tun: Wenn Trauer um die Liebsten so stark ist, dass Angehörige nicht mehr allein weiterleben möchten, dann können Hoffnungslosigkeit und Depression deren Leben stark verkürzen - und manchmal auch beenden. 

In einem Artikel aus der Süddeutschen vom 20. August 2010 wurde beschrieben, wie Trauer und Gram den Gesundheitszustand von Hinterbliebenen so massiv …mehr

 

Kuriose Todesanzeigen  

Christian Sprang sammelt ungewöhnliche und berührende Todesanzeigen. Die interessantesten hat er jetzt veröffentlicht:"Aus die Maus"

Das Magazin Chrismon interviewte Christian Sprang und veröffentlichte seine Antworten im Septemberheft 2009, von denen ich einige wiedergeben möchte:  Christian …mehr

 

Leerstelle im Leben  

Wie junge Menschen damit zurechtkommen, wenn der Partner plötzlich stirbt: Darüber schreibt die Junge-Leute-Zeitschrift Neon in ihrer Oktoberausgabe 2009. Einige der Antworten der drei Befragten möchte ich hier wiedergeben, weil sie den Zeitstillstand und die Einsamkeit, in denen sich die Hinterbliebenen befinden, so gut einfangen.

"Daniel durfte seine Freundin Susanne, die nach einem epileptischen Anfall starb, nach ihrem Tod nicht noch einmal sehen. "Ich hätte sie so gern noch einmal …mehr

 

Letzte Unruhe der 68er oder: Wohin ist die Rebellion geflossen?   

Vor rund vier Wochen hat Wolf Reiser in der SZ über die 68er und ihr Praxis und Gedanken zum Sterben und Umgang mit dem Tod geschrieben, auf wunderbar provozierende und zugleich entlarvende Art. Lesenswert der ganze Artikel, hier möchte ich nur seinen Besuch bei einem Bestatter zitieren.   

Wolf Reiser ist zu Besuch bei einem Bestatter und schreibt: "Ist es denn nicht so, dass jetzt nach und nach die 68er an der Reihe sind, quasi als Ihre neue …mehr

 

Ein inneres Geländer  

Der Journalist Jürgen Leinemann schreibt über seine Krebserkrankung und seine Lebenserinnerungen

Seit 2007 lebt Jürgen Leinemann mit einem Zungengrundkarzinom und den Folgen dieser schweren Krebserkrankung, die ihn grundlegend das Leben, sein …mehr

 

Care and Art - Segelurlaub und Kreativseminare mit anderen Trauernden  

Maria Traut und Piet Morgenbrodt bieten in Schleswig-Holstein und auf Gomera Seminare und Ferien an, in denen Sie all das finden, was das Leben mit Trauer braucht:

Eine angenehme Umgebung und Menschen mit ähnlichen Trauererfahrungen, die sich verstehen ohne viel Worte.  Dazu Begleitung und Anregung, wie Sie Ihren Gefühlen …mehr

 

Uwe Johnson wäre 75  

Mit seinem Roman "Mutmaßungen über Jakob" und später mit der Trilogie "Jahrestage" wurde der Schriftsteller Uwe Johnson, in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und 1959 aus der DDR gegangen, zu einem Spiegel und Sezierer beider deutscher Entwicklungen - und lebenslang heimatlos und Nomade. 

In seinen Texten, die oft wie ein Kaleidoskop Stimmen und Stimmungen, Entwicklungen und Identitäten widerscheinen lassen, ziehen mich seine Blicke auf die …mehr

 

Grabrede für Rosa Luxemburg "Hier ist heute die Welt!"  

Erstmals veröffentlicht diese Woche in der "Zeit": Die Rede von Paul Levi, Anwalt und Geliebter Rosa Luxemburgs, die er zu ihrer Beerdigung am 13. Juni 1919 hielt. Eine Rede, die weniger eine Frau verabschiedet und mehr eine flammende Durchhalteparole ist im Kampf für eine gerechtere Gesellschaft, für die sozialistische Idee.

Diese Abschiedsrede ist in meinen Augen eine metaphorische Preisung der revolutionären Idee einer kommunistischen Gesellschaft, wobei die auch als Frau …mehr

 

Schreie aus Kajüte 5  

In der ersten Schmerzambulanz für Kinder in Datteln bei Dortmund hilft der Arzt Boris Zernikow Kindern, die unter chronischen Schmerzen leiden.  Er setzt nicht nur Opiate ein, sondern begleitet die Kinder in intensiver Betreuung, um herauszufinden, was ihren chronischen Schmerz neben der Erkrankung verstärkt.

Boris Zernikow lehrt Pädiatrische Palliativmedizin und bestreut junge Patienten mit chronischen Schmerzen an der Vestischen Kinderklinik, die zur Universität …mehr

 

Der Präparationskurs oder die Einsicht  

Erster Preis für Olga Kogan im "Dr. med. Mabuse"-Schreibwettbewerb "Erfahrungen in Ausbildung oder Studium 2008" Auf sensible und selbstreflektierende Weise beschreibt die Medizinstudentin ihre ersten prägenden Erfahrungen im Präparationskurs und die widersprüchlichen Gefühle in der Begegnung und der Bearbeitung des Körperspenders, des toten Menschen auf dem Seziertisch, der seinen Körper der Wissenschaft zur Verfügung stellte.  

Mich hat sehr berührt und mit Achtung erfüllt, wie Olga Kogan für ihre Gefühle der Trauer, ihre Gedanken über Vergänglichkeit und Sterben immer wieder Worte …mehr

 

"Ich renne nicht davon"   

Der Kapitän der deutschen Basketballnationalmannschaf Ademola Okulaja spricht im "Stern" über seine Krebserkrankung und sein neues Leben.

Hier möchte ich einige seiner Antworten zitieren: Stern: Anfang Sommer 2008 bekamen Sie die Diagnose Krebs, kurz bevor Sie mit der Mannschaft im Pekinger …mehr

 

Die sieben Stärken  

Was brauchen wir, um in der Arbeitswelt von morgen zu überleben und nicht als Überbleibsel aus der alten Welt unterzugehen? Der Wissenschaftler Tony Wagner zählt sieben Kernkompetenzen auf, die ich aber immer schon, nicht erst seit es 2.0 gibt, als (über)lebenswichtig erachte:

Die sieben Kompetenzen: 1. Kritisches Denken und Problemlösungen2. Zusammenarbeit zwischen Netzwerken und Führung durch Einfluss3. Agilität und …mehr

 

"Der Tod macht das Leben klarer"  

Der Philosoph Wilhelm Schmidt in einem "Spiegel"-Gespräch über die menschliche Sinnsuche und Sterbehilfe

Schmid: Ja, zur Fülle des Lebens, mit allen Gegensätzen, gehört nun einmal der Tod, wir müssen uns mit ihm anfreunden.  Spiegel:Haben Sie mit dieser Idee …mehr

 

"Ich habe keinen Bock auf Himmel"  

Im "Spiegel" vom 15. Dezember 2008 spricht der Filme- und Theatermacher Christoph Schlingensief über den Lungenkrebs, der in seinem verbliebenen Lungenflügel Metastasen bildet, und über seinen seitdem veränderten Alltag - sein Denken über Leben und Sterben, über Kunst und Kirche. Einige seiner Anworten, die er den Redakteuren Anke Dürr und Wolfgang Höbel gab, möchte ich hier wiedergeben.

Schlingensief:Es ist so eine Scheiße mit dieser Krankheit! Meine Freundin Aino und ich waren in den Wochen zuvor durch die Gegend gelaufen, wir haben mit neuer …mehr

 

"Die Hoffnung stirbt zuletzt" - Studs Terkel ist tot  

So heißt das letzte Buch von Studs Terkel, einem der größten Reporter Amerikas, Chronist des 20. Jahrhundert Er verlieh den normalen Amerikanern seine Stimme, war Pulitzerpreisträger, Jazzliebhaber, kämpfte gegen McCarthy. 

Aus seinem Buch "Gespräche um Leben und Tod - Grenzerfahrungen, Ängste, Wünsche und Hoffnungen" habe ich schon zitiert. Er veröffentlichte es vor sechs Jahren, …mehr

 

Zu cool zum Sterben  

Was kann ein Mann tun, wenn er erfährt, dass er todkrank ist? Der englische Autor Nik Cohn beschloss, sich mal als Rap-Produzent zu probieren. Lars Reichardt interviewte den Musikjournalisten und -produzenten, der heute auf Shelter Island in der Nähe New Yorks lebt, nachzulesen im Magazin der "Süddeutschen" vom 12. September 2008.

Im Folgenden lesen Sie Passagen aus diesem Interview mit Nik Cohn, der mit 55 Jahren an Hepatitis C erkrankte, das nicht lebensgefährlich, aber durch die …mehr

 

"Ich habe gekämpft"   

Dem Filmregisseur und Filmemacher Christopf Schlingensief, 38 Jahre alt, wurde im Frühjahr 2008 wegen einer besonders schweren Form von Lungenkrebs der linke Lungenflügel entfernt. Er hat eine Chemo- und Strahlentherapie hinter sich und arbeitet zurzeit an seinem neuen Projekt, "Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir", seine Inszenierung bei der Ruhr-Triennale in Duisburg, die heute, am 21. September 2008, Premiere hat. 

Das Magazin der "Süddeutschen" ((vom 19.9.2008) veröffentlicht ein Interview von Georg Diez mit Christoph Schlingensief, in dem auch Auszüge aus Schlingensiefs …mehr

 

Der Tod ist nicht fair  

Besuch auf der Palliativstation in der Universitätsklinik München - ein Bericht von Peter Laudenbach in "Brandeins" Heft 08/20008, aus dem die folgenden Passagen zitiert sind:

Regina Wölfle, seit fünf Jahren Krankenschwester auf der Palliativstation, beschreibt ihre Arbeit ganz nüchtern: "Ich vergleiche die Arbeit hier oft mit der …mehr

 

"Romantik fängt mit 80 an" 

Kirk Douglas, 91, gibt in einem Exklusiv-Interview mit dem Regisseur Peter Bogdanovich, 69, Auskunft über seine Lebensanschauungen und die täglichen Herausforderungen eines Alltags im Alter. Im Folgenden die mir liebsten Formulierungen:

Kirk Douglas: (...) Ich sagte meinen Söhnen, als sie heranwuchsen: "Passt mal auf - egal, welche Religion euch gefällt, mir ist alles recht. Aber hoffentlich …mehr

 

"Wer nur funktioniert, ist eigentlich tot!" 

Pater Anselm Grün, Benediktinermönch und Autor, erzählt in einem "Stern"-Interview vom Älterwerden, den Chancen, Fragen und dem Potenzial, das Menschen ab der Lebensmitte mit sich und den anderen verbindet - und vielleicht auch mit etwas Größerem.

Stern: Was kann man tun, um das unausgeschöpfte Potenzial seiner Seele zu entwickeln? Grün: Der erste Schritt ist immer der, die Stille zu suchen und nach innen …mehr

 

Der Jahrhundertmensch 

Barbara Hardinghaus schrieb im "Spiegel" vom 12.12.2007 über der Generation der 100-Jährigen und gewann mit diesem Beitrag den 2. Preis des 10. Journalistinnenpreises 2008

Im Folgenden zitiere ich in Auszügen aus Hardingshaus Text:Ab 60 sehen die Menschen schlechter, sagen Wissenschaftler, ab 70 Jahren hören sie schlechter, ab 80 …mehr

 

Kann man so wirklich Abschied nehmen?

Nach dem Abitur fliegen sie eine Woche ans Meer - zu Strand, Party und Alkohol. Und glauben, sich so um den Abschied von MitschülerInnen und einer Lebensphase drücken zu können. Lakonisch und selbstkritisch beschreibt die Abiturientin Hanna Maier in der taz vom 12./13. Juni 2008 ihre widersprüchlichen Gefühle:

Sie berichtet von erschöpften Tagen am Strand und den Nächten, in denen sie durch die Discos ziehen, "wie eine ausgehungerte Tierherde, die über die Savanne …mehr

 

Literatur schenkt manchmal ein zweites Leben

Silvia Bovenschen in einem Gespräch über das Leben, den Tod und das Schreiben

Die Literaturwissenschaftlerin und Essayistin Silvia Bovenschen veröffentlichte nach ihrem Notizenband "Älter werden" einen ersten Band mit Erzählungen unter …mehr

 

Zum Tod von Peter Rühmkorf

Launiges von Rühmkorf selbst und ein Lied von Paul Gerhardt  

Nach langer Krebserkrankung ist der Schriftsteller Peter Rühmkorf im Alter von 78 Jahren gestorben. Zu gemeinsamer Abschiedsfeier trafen sich Freunde und Leser …mehr

 

„Schmetterling und Taucherglocke“

Ein Film von Julian Schnabel nach der gleichnamigen Autobiografie des französischen Journalisten Jean-Dominique Bauby. Ausgezeichnet für die beste Regie bei den Golden Globes und in Cannes 2007.

Dominique Bauby ist Chefredakteur der Zeitschrift "Elle". Mit 43 Jahren erleidet er einen Hirnschlag und wird zu einem Patienten mit Locked-in-Syndrom: mit …mehr