Hamburger Hospizwoche 2018:
Recht auf Trauer - mittellos sterben

Wir laden Sie herzlich ein zu unserer Veranstaltung im Rahmen der Hamburger Hospizwoche im Oktober 2018:

Recht auf Trauer – mittellos sterben

Das Thema „Einsam und mittellos sterben“ beschäftigt das Netzwerk Trauerkultur schon eine ganze Weile. Und das nicht ohne Grund: Immer mehr Menschen sind heutzutage davon betroffen. Wer im Leben isoliert und benachteiligt war, ist das oft auch nach seinem Tod. Zugehörige und Freunde werden häufig nicht über ordnungsbehördliche Beerdigungen informiert und erfahren dadurch lange nichts vom Tod eines Verwandten. Das ist ein trauriges Indiz für die voranschreitende Vereinsamung in unserer Gesellschaft, die auch durch Altersarmut, prekäre Beschäftigung oder Obdachlosigkeit genährt wird.

 

Daher wollen wir den Diskurs in der Öffentlichkeit weiterbewegen und laden zu einer Lesung mit anschließendem Podiumsgespräch ein.

Inspiriert dazu hat uns die Autor*in Francis Seeck mit dem Buch „Recht auf Trauer – Bestattungen aus machtkritischer Perspektive“, in dem sie das Zusammenwirken von Machtverhältnissen, Ausgrenzungen und Beerdigungspraktiken skizziert. Auslöser der Untersuchung (oder: der Betrachtung) war die persönliche Erfahrung der Autor*in mit der ordnungsbehördlichen Bestattung des Vaters in Berlin.

Auf dem Podium diskutieren Francis Seeck, Annegret Rumöller (memento mori Bestatterinnen) und Stephan Karrenbauer (Hinz&Kunzt) mit allen, die sich am Gespräch beteiligen wollen.

Der Sozialarbeiter des Hamburger Straßenmagazins begleitet die Hinz&Künztler*innen schon seit vielen Jahren und hat den Gedenkbaum für verstorbene Hinz&Künztler*innenauf dem Öjendorfer Friedhof initiiert.

Die Bestatterin Annegret Rumöller, die uns in ihre Räume am Osterbekkanal einlädt, macht  keinen Unterschied in Sachen Sorgfalt und Zeitintensität während ihrer Begleitung – trotz  der kleinen Vergütung für Bestattungen von Amts wegen. Sie sieht es als Dienst an der Gesellschaft.

Ganz in diesem Sinne möchten wir den Dialog aufnehmen und sagen: „Rest in protest“! Eine Ausstellung bietet Interessierten weitere Infos zum Thema.

 

Die Veranstaltung im Überblick:

Datum: 18. Oktober 2018

Uhrzeit:    19 bis 22 Uhr

Titel: Recht auf Trauer – mittellos sterben -

Lesung, Podiumsdiskussion und Informationen zum Umgang mit Trauer und Bestattungen von Amts wegen


Referenten: 
Francis Seeck, Autorin; Stephan Karrenbauer, Magazin Hintz & Kunzt, Annegret Rumöller, Bestatterin


Ort: Ausklang – Begegnung am Fleet
        
Hans-Henny-Jahnn-Weg 67
         22085 Hamburg 

Verantwortlich: Netzwerk Trauerkultur,  Buttstraße 3, 22767 Hamburg

Webadresse:  www.netzwerk-trauerkultur.de